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   Ehre, wem Ehre gebührt!

Landrat Marx: Ohne ehrenamtliches Engagement wäre Gemeinwesen viel ärmer

 

„Ohne das freiwillige, ehrenamtliche Engagement würde unsere demokratische Gesellschaft nicht funktionieren!“ Willi Marx, der als Landrat und Verwaltungsleiter oftmals mit der Verleihung von Ehrenbriefen des Landes Hessen dienstlich befasst ist, nahm dieser Tage das kommunalpolitisch umfassende Thema zum Anlass, Bedeutung und Reichweite dieser wichtigen Auszeichnung ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen.

 

Wenn alles das, was ehrenamtlich tätige Frauen und Männer freiwillig in ihrer Freizeit leisten, von den Städten und Gemeinden sowie den Landkreisen wahrgenommen werden müsste, umriss Marx die Bandbreite des Engagements, wäre dies überhaupt nicht finanzierbar! Es wäre nicht leistbar. Hinter dem Ehrenamt verberge sich also nicht nur gesellschaftlich, humanitär, kulturell und sozial wichtige Arbeit – hinter dem Ehrenamt stehe auch ein unschätzbarer volkswirtschaftlicher Nutzen par excellence.

 

Der Landrat erinnert gleichzeitig daran, dass der Landesehrenbrief in Hessen durch den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald mit Erlass im November 1972 ins Leben gerufen worden ist. Osswald, im Mai 1919 im Gießener Stadtteil Wieseck geboren, war zwischen 1969 und 1976 Ministerpräsident Hessens, zuvor diente er unter anderem als Bürgermeister, Stadtkämmerer und Oberbürgermeister dem Gemeinwesen Gießen.

 

Der „Ehrenbrief des Landes Hessen“ war ursprünglich ein öffentliches Dankeschön an die Bürgerinnen und Bürger, die beim Wiederaufbau und der Entwicklung Hessens tatkräftig mitgeholfen hatten. Heute gilt er nach Aussage von Landrat Marx als Dank und Anerkennung für mindestens zwölfjährige ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit. In begründeten Ausnahmefällen, insbesondere wenn das ehrenamtliche Engagement in einem höheren Lebensalter erbracht worden ist, reicht auch eine geringere Tätigkeitsdauer.

 

Die Verleihung des Landesehrenbriefes bewertet Landrat Marx als Bestätigung dafür, dass Gemeinsinn und Ehrenamt im Dienste des Nächsten die Anerkennung eines hohen Stellenwertes dokumentieren. Diese Tendenzen gelte es zu fördern, zu stärken und auszubauen. Deshalb weist der Landrat die interessierte Bevölkerung darauf hin, virtuellen (annemarie.wenzel@lkgi.de) oder schriftlichen (Bachweg 9, 35398 Gießen-Kleinlinden) Kontakt mit Annemarie Wenzel (Tel. 06 41/92 32-211 aufzunehmen. Dort können Anregungen/Anträge zur Verleihung des Ehrenbriefes hinterlegt und Unterlagen angefordert werden.