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   Landrat Marx ernennt 8 Mitglieder „Einsatzleitung Rettungsdienst“

Landrat Marx ernennt 8 Mitglieder Einsatzleitung Rettungsdienst

(von links nach rechts): Landrat Willi Marx,
Michael Hartmann, Thomas Rink, Marco
Schulte-Lünzum, Ulrich Monz, Dr. Jörg
Mühling, Horst Jeckel, Martin Lempe,
Dr. Britta Wagner, Dr. Dr. Hans von
Rechenberg.
(Foto: Kreisverwaltung Gießen:
Horst Marquard)

Seit 1997 unterhält der Landkreis Gießen eine Technische Einsatzleitung für die rettungsdienstliche Versorgung bei grösseren Schadensereignissen. Mitglieder dieser Technischen Einsatzleitung sind Leitende Notärzte und Organisatorische Leiter. Da die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr gewährleistet sein muss, hat am Mittwoch (06-09-2006) Landrat Willi Marx im Kreishaus Leitende Notärzte (LNA) und Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) für diese wichtige Aufgabe ins kommunale Ehrenamt berufen.

 

Bei grösseren Schadensereignissen werden Organisatorische Leite Rettungsdienst und Leitende Notärzte von der Zentralen Leitstelle des Landkreises in der Gießener Steinstrasse alarmiert. Sie koordinieren zusammen mit der Einsatzleitung der Feuerwehr unter anderem die Versorgung der Verletzten vor Ort, übernehmen die Einteilung der an die Einsatzstelle gerufenen Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Notärzte und halten über die Zentrale Leitstelle Kontakt zu den Kliniken und Krankenhäusern, um so gemeinsam die Aufnahme der Leitragenden zu organisieren. Dafür stehen ihnen besondere Einsatzfahrzeug sowie entsprechende Ausrüstung zur Verfügung. Der Dienst wechselt regelmäßig im Rahmen eines organisationsübergreifenden Dienstplanes und ist rund um die Uhr sichergestellt.

 

Im Landkreis Gießen erfolgt die Alarmierung der sogenannten „Technischen Einsatzleitung Rettungsdienst“ nach Alarmierungsstichworten durch die Zentrale Leitstelle. Diese Stichworte können nach Angaben von Horst Jeckel vom Sachgebiet „Rettungsdienst“ der Kreisverwaltung beispielsweise sein: Drohende Evakuierungen, Bombendrohungen, Explosionen, Gefahrstoffunfälle, Unfälle mit Massentransportmitteln (Flugzeuge, Busse und Bahn), aber auch automatisiert, ab drei sich im Einsatz befindlichen Notarztsystemen.

 

Landrat Marx überreichte die Urkunden an die Leitenden Notärzte Dr. Britta Wagner (Gießen) sowie Dr. Klaus Döring (Gießen-Klein-Linden), Dr. Jörg Mühling (Gießen) und Michael Ziajkowski (Pohlheim). Zu Organisatorischen Leitern bestellt wurden Martin Lempe (Fernwald) und Marco Schulte-Lünzum (Staufenberg), beide Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Gießen, sowie Michael Hartmann (Gießen) und Thomas Rink (Laubach), beide Deutsches Rotes Kreuz, Rettungsdienst-Mittelhessen gGmbH Marburg.

 

„Für diese wichtige Aufgabe steht nun im Landkreis Gießen ein ehrenamtliches Team von insgesamt zehn Organisatorischen Leitern, zwei Leitenden Notärztinnen und acht Leitenden Notärzten zur Verfügung“, hob Landrat Marx in einer kurzen Rede hervor. Er bedankte sich ausserdem für das lebensrettende Engagement der medizinischen Fachleute.