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Rettungskarten weisen 6 Wege

Rettungskarte Präsentierende
Präsentierten die neue Rettungskarte (von links nach rechts): Frank Limberg (JUH-Rettungsassistent), EKB Stefan Becker, Dr. Andre Althoff, Horst Jeckel, Markus Belch (DRK-Rettungsassistent), Markus Müller (DRK), Marco Schulte-Lünzum (JUH-Rettungsdienstleiter), Dr. Clemens Kill und Oliver Meermann. Foto: Kreisverwaltung Gießen: Karl-Michael Stöppler).
Rettungskarte Vorderseite
Rettungskarte Rückseite

Helfender Service für Angehörige von Patienten

 

Vorstellung und Übergabe der neuen Rettungskarten der Kreisverwaltung Gießen standen am Mittwoch (13-08-2008) im Kalender des Ersten Kreisbeigeordneten (EKB) Stefan Becker. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der „DRK Rettungsdienst Mittelhessen gGmbH“, Markus Müller, und dem Regionalvorstand der „Johanniter-Unfall-Hilfe“, Oliver Meermann, wurden die 10.000 Karten, im Format einer halben Postkarte, an die im Kreisgebiet arbeitenden Rettungsdienste übergeben.

 

Diese Rettungsdienst-Karte richtet sich an Angehörige von Notfallpatienten. Sie listet alle sechs Krankenhäuser und Kliniken im Kreisgebiet (in Gießen und Lich) mit Adressen und Telefonnummern auf. „Die Rettungswagen-Besatzung informiert die Angehörigen durch Ankreuzen der Adresse, in welche medizinische Einrichtung im Kreisgebiet die erkrankte Person gebracht wird“, erläuterte Becker in Vertretung von Landrat Willi Marx als zuständigem Dezernenten für den Rettungsdienst, die Funktion des informativen und handlichen Kärtchens. Auch die wichtige Notrufnummer „112“ ist auf der Karte vermerkt.

 

Dr. Andre Althoff, Universitätsklinikum Gießen und Marburg (Medizinische Klinik und Poliklinik II, gleichzeitig Leitender Notarzt in ehrenamtlichen Diensten des Landkreises), hatte diese Idee von einer Fortbildung mitgebracht und bei einer Besprechung mit Landrat Marx vor ein paar Wochen vorgestellt. Marx fand dieses Vorhaben richtungsweisend und sagte Umsetzung umgehend zu.

 

Dr. Hans v. Rechenberg, ärztlicher Leiter, und Horst Jeckel vom Sachgebiet Rettungsdienst der Kreisverwaltung, wurden mit der Realisierung beauftragt und fanden bei DRK und JUH sofortige Unterstützung für dieses Projekt.

 

„Die Information, in welche Klinik ein Patient gebracht wird, ist für Angehörige sehr wichtig. Sie machen sich große Sorgen, sind beunruhigt und wollen so bald als möglich in der Nähe des Patienten sein. Da kann die Karte mit dem Namen des Krankenhauses und der Adresse eine große Hilfe sein“, erläuterte Jeckel vor Medienvertretern den Grundgedanken, der hinter diesem Service steht.

 

„Wir finden einen solche Karte aus unserer Sicht unbedingt sinnvoll, weil dadurch die Information für die Angehörigen verbessert werden “, betonte Meermann (JUH) und Müller (DRK) ergänzte „es kann dadurch vermieden werden, dass sich Angehörige des Patienten mit eigenem Fahrzeug an den losfahrenden Rettungswagen ‚dranhängen’, um zur Klinik zu fahren.“ Beide wiesen gemeinsam ebenfalls darauf hin, dass ein solches Fahrverhalten „aus Sicherheitsgründen unbedingt vermieden werden muss“.

 

Beide Organisationen beteiligten sich gemeinsam mit dem Kreis zu je einem Drittel an den Kosten der Drucklegung der vorerst 10.000 Exemplare.

 

„Die Zusammenarbeit zwischen dem Kreis und seinen Partnern im Rettungsdienst sowie deren Kooperation untereinander sind hervorragend und zeichnen sich durch ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit aus. Das sichert auch künftig einen Rettungsdienst auf höchstem Niveau“, hob EKB Becker hervor, der gleichzeitig hofft, „das durch diese Initiative etwas Positives für betroffene Angehörige erreicht werden kann“.