Schülerinnen diskutierten Zukunft |
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BOS für 13 Mädchen in Gesamtschulen Grünberg + Laubach
Das Jugendbildungswerk des Landkreises Gießen veranstaltete kürzlich (19-09-2007) in Kooperation mit der Agentur für Arbeit ein Berufsorientierungsseminar (BOS) für Mädchen der 7. und 8. Klassen der Friedrich-Magnus-Gesamtschule (GS) in Laubach und der Theo-Koch-Schule in Grünberg.
„Wir möchten soviel wie möglich über verschiedene Berufe erfahren und uns mit anderen über unsere Wünsche austauschen. Natürlich darf der Spaß dabei nicht fehlen“, darüber waren sich, so die übereinstimmende Einschätzung, die beteiligten Mädchen einig.
Diese Wünsche konnten Christine Schramm-Spehrer und Helga Fuchs, Berufsberaterinnen und Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Gießen, den 13 Mädchen der Grünberger und Laubacher Gesamtschule erfüllen. Das Seminar fand in den Räumen der Laubacher Friedrich-Magnus-Gesamtschule statt. Während dieses Vormittags hatten die Mädchen die Möglichkeit, ihre Fragen rund um das Thema Beruf zu stellen und sich bei zahlreichen Spielen gegenseitig auszutauschen.
Zunächst lernten sich die Mädchen durch Partnerinterviews besser kennen und stellten ihre Partnerin der Gruppe vor. Weiterhin konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen, als sie anhand eines Bildes ihr Leben in zehn Jahren vorstellen sollten. Bei der anschließenden Präsentation kamen fast alle Mädchen überein, nach der Schule gerne eine Ausbildung machen zu wollen. Natürlich müssten auch das Geld und die Arbeitszeit „stimmen“. Auch der Austausch der Mädchen über ihre Berufswünsche und die Vorstellung in Bezug auf ihre Lebensplanung kamen nicht zu kurz. „Der Beruf beeinflusst immer die gesamte Lebensplanung“, wie Schramm-Spehrer erläuterte. „Er bedingt die finanzielle Situation, die Wohnsituation, die Zeit, die man hat, um eine Familie zu gründen, das spätere Familienleben, die Möglichkeit Hobbys auszuüben und vieles mehr.“
Ziel des Seminares war es nach Auskunft des Ersten Kreisbeigeordneten Stefan Becker, den Mädchen neben der Darstellung verschiedener Berufsfelder und Zugangswege auch diesen Zusammenhang zwischen Berufswahl und Lebenswegplanung zu verdeutlichen. Sie wurden dazu ermutigt, sich mit ihren Wünschen und Vorstellungen auseinander zu setzten und ihnen wurde bewusst, inwieweit die Berufswahl das restliche Leben beeinflusst und umgekehrt. Natürlich ist es gerade auch für Mädchen wichtig, sich nicht nur auf die favorisierten „Mädchenberufe“ zu fixieren, sondern die gesamte Bandbreite der Berufe zu kennen und zu nutzen.
Um verschiedene Berufe noch besser kennenzulernen, stand natürlich auch „Berufe raten“ auf dem Programm. In Zweiergruppen befragten sich die Mädchen mit viel Spaß gegenseitig, bis sie den richtigen Beruf herausfanden.
Zum Abschluss und zur Einstimmung auf den zweiten Termin dieses Seminars, der laut der Mädchen „so bald wie möglich“ stattfinden solle, erläuterten Fuchs und Schramm-Spehrer, dass es für die richtige Berufswahl immens wichtig sei, seine Interessen und Fähigkeiten zu kennen. Um dies zu vertiefen, bekamen die Mädchen „Explorix“ mit nach Hause, ein Arbeitsheft, mit welchem sie bis zum nächsten Seminar selbstständig arbeiten können.
„Wir hatten Spaß und haben viel Neues erfahren“, war der Tenor der Mädchen am Ende dieses Vormittages. |








