Erste Ideen für Interkulturelle Woche im Gießener Land festgehalten
Akteure verschiedener Organisationen haben Ergebnisse zusammengetragen und erörtert, was während der sieben Tage im September möglich ist
Landkreis Gießen/Gießen. 15 Mitwirkende waren jüngst dem Aufruf der Kreisverwaltung gefolgt und zu einem ersten Ideenaustausch zur Interkulturellen Woche 2012 gekommen. „Darunter waren Vertreter von Kirchen, aus Sportvereinen, von Kulturzusammenschlüssen und wir aus der Verwaltung“, berichtet Jörg Glasenhardt-Freymann als Koordinator der Aktion. Zum ersten Mal setzt der Landkreis Gießen gemeinsam mit der Stadt Gießen die bundesweit ausgerichtete Interkulturelle Woche um.
Dirk Haas, ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter Landkreis Gießen und zuständig für Integrationsangelegenheiten, betonte bei seiner Begrüßung, dass die Interkulturelle Woche eine gute Gelegenheit sei, die kulturelle Vielfalt der Region in Szene zu setzen und wertzuschätzen. Auf die Frage, ob die Woche auch zukünftig in Gießen zelebriert werden soll, gaben er und Stadträtin Astrid Eibelshäuser ihre Zustimmung. „In Gießen ist Interkulturalität längst gesellschaftliche Realität. Die Interkulturelle Woche unterstreicht die Toleranz der Bürgerinnen und Bürger“, sagt die Stadträtin und der Integrationsdezernent des Landkreises fügt hinzu: „Diese Woche bietet unzählige Möglichkeiten – wir müssen sie nur mit Leben erfüllen.“
Für dieses Jahr könnten sich die Teilnehmer des ersten Ideenaustausches beispielsweise Veranstaltungen unter dem Motto „Suppe schafft Kultur“ vorstellen, bei der Essen, Musik und Filme Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammen zu bringen soll. Auch eine Sternenwanderung auf dem Dünsberg in Verbindung mit einer „Weltreise“ wurde diskutiert oder multikulturelle Vorlese-Runden in Schulen oder Kitas.
Darüber hinaus könnten öffentliche Treffen zwischen Eltern mit Migrationshintergrund und Kommunalpolitikern stattfinden, eine Wanderausstellung, eine Kulturmesse, überlegten die Interessierten gemeinsam laut. Podiumsdiskussionen oder Veranstaltungen mit Tanzstücken und Volksliedern, wie das deutsch-russische Zentrum sie auch zu anderen Gelegenheiten organisiert, wurden auch auf der Liste der Ideen festgehalten.
Einig waren sich die Akteure darüber, dass man eine große Auftaktveranstaltung und einen umfassenden Abschluss feiert sollte und dazwischen die Interkulturelle Woche mit vielen kleinen Angeboten füllen möchte. „Dabei finde es wichtig, dass wir möglichst in jeder Gemeinde oder Stadt eine Veranstaltung anbieten können“, wünscht sich Dirk Haas, um den gesamten Landkreis mit einzubeziehen. So könnte man viele Menschen erreichen und auch eine breite Palette anbieten. Außerdem sollte man in den nächsten Wochen jeden ansprechen, der infrage kommt, sich auch bei der Interkulturellen Woche zu engagieren. Selbstverständlich können weitere Interessierte auch von sich aus melden. Informationen, Fragen und weitere Adressen von Institutionen werden bei Jörg Glasenhardt-Freymann vom Landkreis Gießen gesammelt: joerg.glasenhardt-freymann@lkgi.de, Telefon: 0641/ 9390 9468.









