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   Startschuss fällt durch Architektenwettbewerb für Grünberger Grundschule „Am Diebsturm“

Startschuss fällt durch Architektenwettbewerb für Grünberger Grundschule „Am Diebsturm“

 

Einen Ortstermin an der Fachhochschule Gießen-Friedberg in Sachen der Grünberger Grundschule „Am Diebsturm“ nahm die hauptamtliche Kreisbeigeordnete und Baudezernentin Dietlinde Elies am Freitagvormittag (10-03-2006) zum Anlass, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass der Landkreis Gießen beabsichtigt, „für die weitere bauliche Entwicklung in Sachen Ganztagsschulen völlig neue Schritte einzuleiten“. Ausgangspunkt dabei ist die Grünberger Grundschule. Auf Grundlage eines Architektenwettbewerbes sollen die baulichen Fachleute zu diesem gesonderten Verfahren eingeladen werden.

 

Zehn Architektinnen und Architekten aus der Region sollen deshalb nach Angaben von Elies in Kürze durch die fachlich zuständige Bauabteilung dazu aufgefordert werden, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Die Baukosten belaufen sich einschliesslich der Außenanlage auf rund 510.000 EUR.

 

Die Kreisverwaltung plane, durch dieses Verfahren weitere kompetente Fachkräfte aus der mittelhessischen Region kennen zu lernen und letztlich eine Neue oder einen Neuen für die Realisation des Projektes gewinnen zu können.

 

Als konkrete Bedingungen für die Architektenauswahl benannte die Baudezernentin gegenüber der Presse unter anderem, dass es in den letzten fünf Jahren keine Zusammenarbeit mit der Hochbau-Verwaltung des Landratsamtes gegeben haben darf.

 

Die Planungsunterlagen für die Architekten können voraussichtlich ab dem 28. März 2006 abgeholt werden.

 

Im neu zu schaffenden Raumprogramm für den Ganztagsbereich der Grundschule mit derzeit über 400 Schülerinnen und Schülern sind unter anderem eine Küche mit Ausgabetheke und ein Aufenthaltsbereich mit mindestens etwa 120 Quadratmeter sowie ein zusätzlicher Gruppenraum vorgesehen.

 

Es wird davon ausgegangen, dass cirka 250 Quadratmeter Hauptnutzflächen in eingeschossiger Bauweise „barrierefrei“ geschaffen werden.

 

Die Baudezernentin verfolgt mit dieser Vorgehensweise folgende weitere Zielsetzungen:

Chance zur Einbindung weiterer Architekten in die Bauaktivitäten des Landkreises. Grundsatz für das eigene Verwaltungshandeln ist für Elies dabei auch: Mindestens ein neuer Architekt pro Jahr soll beauftragt werden können.

 

Es soll mehr Ideenvielfalt durch mehrere Architekten gesammelt werden, da für die Bildungseinrichtungen nur gute Planungsergebnisse letztlich für Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüller sowie der Lehrkräfte beitragen und für Erfolge in den Schulen sorgen würden. „Ein gesunder Wettbewerb soll zu guten Ergebnissen führen,“ fügte die Schuldezernentin an.

 

Es sollen ferner anerkannte Preisrichterinnen und Preisrichter sowie externe Projektbegleitung über die Fachhochschule Gießen-Friedberg (Fachbereich Bauwesen, Fachgebiet Architektur) und dem TransMIT-Zentrum für Integrales Bauen in den Prozess einbezogen werden, damit die Garantie für den fairen Wettbewerb bestehe. Positiv äusserte sich Elies über die Tatsache, dass es gelungen sei, mit Professor H. Meurer einen ausgewiesenen Experten für die Zusammenarbeit bei diesem Projekt gewonnen zu haben.

 

Die Tatsache, dass sich auf dem Areal der Grundschule auch zwei denkmalgeschützte Schulgebäude befinden, begründet abschließend, dass sich der Landkreis Gießen als Gebäudeeigentümer sorgfältig mit der städtebaulichen Einbindung eines neuen Baukörpers auseinander zu setzen hat.

 

Bewertungskriterien für den Wettbewerb werden unter anderem die städtebauliche Einbindung und die Gebäudefunktionalität sein. Auch auf die Wirtschaftlichkeit in der Nutzungsphase will man das Augenmerk ebenso richten wie auf die architektonische Qualität.