Jugendpreis 2010: sieben Jugendliche aus dem Landkreis ausgezeichnet.
Bildunterschrift:
v.l. Nicola Beer, Staatssekretärin im hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, Dirk Oßwald, Erster Kreisbeigeordneter und Jugenddezernent (zweiter von rechts), Prof. Dr. Heinrich Klose, Vorsitzender der Jugendpreisstiftung (rechts) mit den ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Gießen, den Schülerbetreuern und Laudatoren der Preisverleihung.
Feierstunde in Wiesbaden - Oßwald würdigte Leistungen – Sozialarbeit an Schulen unterstützte Projektbeitrag
Im Rahmen einer Feierstunde hat heute (17.09.2010) die Preisverleihung des Jugendpreises 2010 im Beisein von sieben Schülerinnen und Schülern aus dem Landkreis Gießen im Historischen Saal des Hessischen Justizministeriums in Wiesbaden stattgefunden. Die Preisverleihung ist von der Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, Nicola Beer und Prof. Dr. Heinrich Klose, Vorsitzender der Jugendpreisstiftung, vorgenommen worden. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete `Integration – was ist denn das? ´ Der Erste Kreisbeigeordnete und Jugenddezernent Dirk Oßwald würdigte in einem Grußwort vor rund 150 geladenen Gästen die Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Ich freue mich sehr, dass zwei der Preisträger aus dem Landkreis Gießen kommen. Dass eines der Projekte im Rahmen der Sozialarbeit an Schulen an der Grünberger Gallusschule entstandnen ist, bestätigt die Strategie des Landkreises, den Ausbau zu forcieren“, so Dirk Oßwald wörtlich.
Mit Kevin Zipf, Vivian Liebgerum, Anke Gottfried, Franziska Sann und Laura Albach habe fünf Schülerinnen und Schüler der Gallusschule in Grünberg den 2. Preis im Rahmen des Jugendpreises 2010 und damit insgesamt 800 Euro sowie eine Urkunde erhalten. Die Idee zur Bewerbung ist im Rahmen der Sozialarbeit an Schulen entstanden.
Die Sozialarbeiterin an der Gallusschule Nicole Roth (AWO) hat die Jungendlichen beim Projekt begleitet. Mit der Fragestellung `Was ist Integration? haben sie Mitschüler, Lehrer sowie Bürgerinnen und Bürger konfrontiert.
Die Antworten sind mit einer Kamera mitgeschnitten worden. Entstanden ist ein Filmbeitrag, der für die Grünberger Schüler eine besondere Herausforderung darstellte. Es waren die ersten Kontakte mit dem Medium Film. Etwas Neues war auch der direkte Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern. „Die Schülerinnen und Schüler haben im Projekt eine große Portion Selbstvertrauen erfahren. Mit der heutigen Auszeichnung wächst das Ansehen der jungen Menschen zusätzlich“, betonte der Jugenddezernent.
Ein Filmbeitrag als Ergebnisse einer Recherche zur Situation der Migrantinnen und Migranten in Buseck war der Bewerbungsbeitrag für den Jugendpreis 2010 von Lea Weber aus Gießen und Thimna Illig aus Buseck, die beide die 9. Klasse der Integrierten Gesamtschule Busecker Tal besuchen. Sie habe sich den Beitrag ohne schulische Unterstützung erstellt und bei der Jury eingereicht. Dafür hat sie die Jury mit einer Anerkennung von 250.- Euro für ihre Leistungen ausgezeichnet. „Für mich ist es beeindruckend, dass zwei junge Mädchen die Motivation und den Mut haben, sich selbstständig an einem Wettbewerb zu beteiligen“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete wörtlich.
Die Jugendpreisstiftung, von der jährlich der Jugendpreis ausgelobt wird, hat alle Preisträger für drei Tage nach Wiesbaden eingeladen. „Wir sind sehr stolz. Es hat sehr viel Spaß gemacht an einem Projekt zu arbeiten, das uns letztendlich soviel Erfolg und Beifall bring“, war abschließend von den sieben Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Gießen zu hören.
Der Jugendpreis wird jährlich von der Jugendpreisstiftung ausgelobt. Er hat zum Ziel, junge Menschen zur aktiven Teilnahme an der Entwicklung unserer Gesellschaft zu motivieren. Die Beiträge sollen Anstöße zum Nachdenken und zur Diskussion liefern. Die Jugendpreisstiftung ist 1991 von der Hessischen Akademie Ländlicher Raum eingerichtet worden. Seit 1992 wird der Preis gemeinsam mit der hessischen Partnerregion Schmalkalden-Meiningen ausgelobt. Ab 2005 besteht beim bei der Verleihung des Jugendpreises eine Kooperation mit den hessischen Partnerregionen Emilia-Romagna (Italien) und Wielkopolska (Polen).









