MRE – Netz Mittelhessen
Lahn-Dill-Kreis unterstützt MRE Netzwerk Mittelhessen –
Fricke: gemeinsames Vorgehen wichtig – weitere Gespräche mit Nachbarkreisen sind geplant
In der Wetzlarer Kreisverwaltung hat sich kürzlich der hauptamtliche Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Siegfried Fricke mit dem Gesundheitsdezernenten des Lahn-Dill Kreises, Wolfgang Hofmann, zum Thema MRE – Netz Mittelhessen ausgetauscht. Dabei hat der Gesundheitsdezernent des Lahn-Dill-Kreises eine Beteiligung am MRE Netzwerk sowie Unterstützung beim Vorgehen gegen multiresistente Keime (MRE) zugesagt. „Wir haben die Initiative zur Bildung eines Netzwerkes beim Vorgehen gegen die multiresistenten Keime ergriffen. Ich freue mich, dass der Lahn-Dill-Kreis unser Engagement unterstützt und wir Einvernehmen beim zukünftigen Handeln erzielen konnten“, betonte Siegfried Fricke.
Ein Netzwerk habe nur Erfolg, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass viele Kommunen die Arbeit des Netzwerkes unterstützen.
Der Gesundheitsdezernent des Lahn-Dill-Kreises stimmte Siegfried Fricke zu: „MRE ist ein bedeutsames Thema. Es ist wichtig, dass wir in der Region unsere Aktivitäten bündeln und gemeinsam vorgehen“.
Multiresistente Erreger (MRE) sind Bakterien, gegen die die meisten Antibiotika unwirksam sind. Nach Einschätzung der Europäischen Gesundheitsbehörde ECDC bilden die MRE die gegenwärtig bedeutendste Krankheitsbedrohung in Europa. Während die Keime für gesunde Menschen häufig keine Gefahr darstellen, können sie bei Menschen mit Vorerkrankungen gravierende Folgen bis hin zum Tod haben.
Ursache dafür sei zum einen der falsche Einsatz von Antibiotika: Die Medikamente werden genommen, obwohl dies nicht nötig wäre, sie werden aber auch nicht lang genug genommen oder einfach nicht das geeignete Mittel. Andererseits gibt es zunehmend alte Menschen und Intensivpatienten, die mehr Antibiotika brauchen. Dies alles begünstige die gefürchteten Resistenzen.
Der Landkreis Gießen hat beschlossen, die Aktivitäten zur Eindämmung der resistenten Erreger in einem mittelhessischen Netzwerk zu koordinieren.
In diesem Netzwerk soll es auch ein großes Angebot in Bezug auf Fortbildungen und Patientenaufklärung geben. Hier können einige Netzwerkpartner von anderen Partnern profitieren, die bereits in der Fortbildung von ambulanten Diensten, Pflegeeinrichtungen und niedergelassenen Ärzten im Bereich Hygiene aktiv sind.
Auch die Krankenhäuser begrüßen die Gründung eines solchen Netzwerkes in Hessen, da eine Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und pflegerischen Bereich sowie mit den niedergelassenen Ärzten in diesem Bereich sehr wichtig ist.
In den nächsten Tagen werden Gespräche mit den Landkreisen Limburg-Weilburg und Marburg-Biedenkopf stattfinden. „Ich bin ganz zuversichtlich, dass die weiteren Gespräche Erfolg haben werden und wir in Zukunft gemeinsam an der Eindämmung der multiresistenten Erreger arbeiten werden“, erklärte Siegfried Fricke abschließend.








