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Altmedikamente bitte nicht in den Restmüll!

Oßwald klärt über Entsorgungswege auf -  Neues Sammelsystem in Aussicht gestellt

 

Als Dezernent für Abfallwirtschaft klärte der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Oßwald in einer aktuellen Pressemitteilung über die Risiken der Entsorgung von Altmedikamenten auf: „Altmedikamente sollten nicht in den Restmüll. Die Medikamente können auf diesem Weg an Kinder und Medikamentenabhängige gelangen. Was passiert, wenn unbedacht einige der oft bunten Pillchen geschluckt werden, mag man sich nicht vorstellen. Aus diesem Grund sollte der Weg bis zur Entsorgung unbedingt ohne Zugriffsmöglichkeit von außen gewährleistet werden.“

 

Der Abfallwirtschaftdezernent führte weiter aus, dass bisher bundesweit Altmedikamente in Apotheken zurückgegeben werden konnten. Sie wurden bislang durch „VfW Remedica“ von sämtlichen Apotheken abgeholt. Diese teilte jedoch dem Landkreis mit Schreiben vom 11. August 2009 mit, dass sie die Einsammlung wegen nicht ausreichender Erlöse einstellen müsse. Man verhandle allerdings bereits mit Pharma- und Apothekerverbänden über ein neues bundesweites Sammelsystem und hoffe auf eine Lösung bereits bis zum nächsten Jahr.

 

Seither gehen die verschiedenen Apotheken unterschiedlich mit der unklaren Situation um: Manche nehmen Altmedikamente nach wie vor entgegen, in anderen werden die Kunden leider abgewiesen mit dem Hinweis, man könne Altmedikamente in der Restmülltonne entsorgen. Einige Apotheken weisen auf das Schadstoffmobil des Landkreises hin. Diese Möglichkeit bietet der Landkreis Gießen tatsächlich wie bisher unverändert an.

 

Der Landkreis entsorge nach den Worten von Barbara Roth (Abfallberaterin im Fachdienst Abfallwirtschaft beim Landkreis Gießen) Medikamente aus Privathaushalten kostenfrei an den bekannten Sammelstellen, die da wären: am ersten Samstag im Monat am Zwischenlager für Schadstoffe in Großen-Linden, Carl-Benz Straße 8-10 (Gewerbegebiet Lückebachtal); von 8 – 12 Uhr; am zweiten Samstag im Monat im Abfallwirtschaftszentrum AWZ Gießen, Lahnstraße 220 von 9-12 Uhr sowie am vierten Samstag im Monat auf dem Festplatz in Laubach, „Auf der Helle“ von 10 bis 12 Uhr.

 

Das Schadstoffmobil hält außerdem zweimal jährlich in jedem Ortsteil in Stadt und Landkreis Gießen zu Terminen, die dem Abfuhrkalender, den örtlichen Gemeindeblättchen oder der Homepage des Landkreises Gießen unter www.lkgi.de (unter „Abfallwirtschaft“) zu entnehmen sind.

 

Apotheken und Arztpraxen können ihre Altmedikamente kostenpflichtig zum Annahmetermin für Gewerbe am Schadstoffzwischenlager im Gewerbegebiet Lückebach in Linden, Carl-Benz Straße 8 – 10 bringen. Dieser findet jeweils am ersten Mittwoch im Monat von 9 – 11 Uhr statt, Gewerbebetriebe erhalten dort einen Übernahmeschein zum Nachweis des Verbleibs ihrer Sonderabfälle und anschließend einen Gebührenbescheid vom Landkreis Gießen.

 

„Wir hoffen, dass Apotheken sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit den von ihnen verkauften Medikamenten und den geordneten Weg der Altmedikamentenentsorgung mit verantwortlich fühlen und auch weiterhin ihren Kunden eine Abgabemöglichkeit für Altmedikamente bieten können“, so Oßwald abschließend.