Kompostierter Gartenabfall liefert hochwertigen Biodünger
Angerottetes Laub, vertrocknete Stängel, abgebrochene Zweige und viele andere Dinge, die im eigenen Garten vom Herbst übrig geblieben sind, müssen nicht zwangsläufig in der grünen Tonne entsorgt werden. „Rund ein Drittel unseres Hausmülls besteht aus organischen Abfällen. Zusammen mit zerkleinerten Gartenabfällen lässt sich alles kompostieren und hervorragend als Biodünger für die eigenen Pflanzen verwenden“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete und Abfallwirtschaftsdezernent Dirk Oßwald. Größere Mengen an geschnittenen Zweigen können dabei mit einem Häcksler zerkleinert werden. Wer keinen eigenen Häcksler hat, kann sich bei Baumärkten oder im Fachhandel einen ausleihen.
Frisch gemähtes Gras gehört nicht unbedingt in die Biotonne, wo es gärt und zu Geruchsproblemen führen kann. Gras muss auch nicht zwangsläufig in den Kompost. Es ist viel besser, das Gras leicht anwelken zu lassen, um es als Mulchschicht auf die Beete zu verteilen. Hier schützt es den Boden im Sommer vor Austrocknung und liefert den nützlichen Kleinstlebewesen im Boden den nötigen Schutz.
„Zum Mulchen eignen sich auch Gemüsereste, Salatblätter, Wildkräuter wie Brennnesseln, Laub und zerkleinerter Heckenschnitt. Allerdings gehören samentragende Wildkräuter und solche, die sich durch Wurzeln vermehren wie die Quecke in die Biotonne“, betonte Gabriele Girschick, Abfallberaterin beim Landkreis Gießen.
Wer sich intensiver mit dem Themen Kompostieren und Mulchen beschäftigen will, kann sich Informationen im Internet bestellen. Hierzu sind die Website des Umweltbundesamt (www.umweltbundesamt.de) oder der Internetauftritt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten (www.hmuelv.hessen.de) zu empfehlen. Weitere Auskünfte erhalten Sie auch bei den Abfallberaterinnen und Abfallberatern des Landkreises Gießen unter den Telefonnummern 0641-9390- 1996 bis 1999 oder über E-Mail: abfallwirtschaft@lkgi.de.








