Studienfahrt nach Berlin hinterlässt bleibende Eindrücke bei Jugendlichen aus dem Landkreis
Landkreis Gießen/Berlin. „Berlin, Berlin … wir fahren nach Berlin“, hieß es vom 16. bis 21. Oktober 2011 für 45 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren. Die Kooperationsveranstaltung der Jugendförderung des Landkreis Gießen (Matthias Lotz), der Kinder- und Jugendbüros Grünberg (Jennie Staffa), Wettenberg (Nora Schmidt) und Pohlheim (Elke Leyrer), sowie den Jugendpflegen Reiskirchen (Stefanie Abendroth), Heuchelheim (Roma Barth), Buseck (Andreas Geck) und Biebertal (Natalie Liebing) war auch in diesen Herbstferien ein großer Erfolg. Insgesamt machten sich 45 Jugendliche aus dem Landkreis Gießen mit fünf Betreuern im Reisebus auf den Weg in die Hauptstadt.
Die Gruppe war im zentral gelegenen Berliner Stadtteil Kreuzberg im Hostel „Alte Feuerwache“ untergebracht. Die Studienfahrt stand unter dem Motto: „Eine Zeitreise durch unsere Hauptstadt“. Dirk Oßwald, zuständiger Dezernent für die Jugendarbeit im Kreis, hob die Bedeutung solcher Bildungsreisen hervor: „In keiner anderen deutschen Stadt ist die jüngere deutsche Geschichte so präsent wie in Berlin. Es ist wichtig und notwendig, dass sich junge Menschen mit den politischen Ereignissen der Vergangenheit auseinandersetzen, um daraus für die Zukunft zu lernen. So wird das Interesse für die Gesellschaft, in der wir leben, gefördert. All das ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Mitbestimmung.“
Bei strahlendem Sonnenschein und guter Laune erkundeten die Jugendlichen unter der Leitung eines echten Berliners zunächst die nahegelegenen Sehenswürdigkeiten, bevor es direkt auf den Ku`damm zur Ausstellung „The Story of Berlin“ ging. Hier konnten die jugendlichen Teilnehmer in einer Ausstellung zum Anfassen die Geschichte Berlins hautnah erleben. Bei der Besichtigung eines Atomschutzbunkers erfuhren die jungen Abenteurer viel Wissenswertes zum Ost-West-Konflikt. Der nächste Besuch führte die Gruppe in die „Mauergedenkstätte Bernauer Straße“. Ein Zeitzeuge berichtete anschaulich von der Teilung Berlins und von deren Folgen für die Bevölkerung. Am dritten Tag waren die Jugendlichen im Olympiastadion zu Gast. Ein Rundgang, bei dem die geschichtlichen Hintergründe des Stadions eindrucksvoll dargestellt wurden, löste große Faszination aus.
Ein besonderer Höhepunkt war dann die Teilnahme an einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages im Berliner Reichstag. Eine Stunde lang durften die jungen Mittelhessen die aus den Medien bekannten politischen „Gesichter“ Deutschlands beobachten. Im Anschluss ging es noch gemeinsam auf die Dachterrasse des Gebäudes und in die berühmte gläserne Kuppel.
Die Mädchen und Jungen hatten in den fünf Tagen außerdem eine knifflige Stadtrallye zu bewältigen, die zu vielen berühmten Plätzen und Sehenswürdigkeiten in ganz Berlin führte. Es galt, Fragen zu beantworten und Aufgaben zu lösen, bei denen es beispielsweise um die Anzahl der Türme des „Berliner Doms“ oder um die Höhe des Fernsehturms ging. Die vier Gruppen mit den meisten richtigen Antworten gewannen Freikarten für den Newcomer Contest „No Label“, der am 20. Januar 2012 in Biebertal vom „Arbeitskreis der Kommunalen Jugendpflegen“ und der Jugendförderung des Landkreises Gießen veranstaltet wird.
Das Abendprogramm wurde vor Ort mit den Jugendlichen abgestimmt und von den Betreuerinnen und Betreuern begleitet. So sahen sich einige das Musical „Hinter dem Horizont“ an. Viele besichtigten das „Festival of Lights“ und das Sonycenter. Sogar eine abendliche Kutschfahrt entlang der beleuchteten Straße „Unter den Linden“ wurde von einer Gruppe unternommen.
Natürlich hatten die Jugendlichen auch freie Zeit, in der sie nach eigenen Interessen die Hauptstadt in Kleingruppen erkunden konnten. Ob Shopping im „Alexa“, die Besichtigung der Wachsfiguren bei „Madame Tussauds“, der Besuch der East Side Gallery oder der Blick vom Fernsehturm – Berlin ist immer eine Reise wert, stellten die Besucher fest.
In den sechs gemeinsamen Tagen in der Hauptstadt haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Landkreis neue Freundschaften geschlossen. Bei einem Nachtreffen Ende November, werden sich alle noch einmal begegnen um gemeinsam die entstandenen Fotos zu schauen und um Erinnerung an die schöne gemeinsame Zeit zu beleben.









