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Was hat Demenz mit meiner Arbeit zu tun?

Fortbildung Demenz

Bildunterschrift:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gießener Kreisverwaltung anläßlich der Fortbildungsveranstaltung „Demenz – Was hat das mit mir und meiner Arbeit zu tun?“
Foto: Kreisverwaltung

Fortbildung zum Umgang mit Demenz am Arbeitsplatz – Initiative der Seniorenkommission - Oßwald: Gesellschaft muss sich mit Krankheitsbild Demenz beschäftigen

 

Der Anteil der älteren Menschen in unserer Gesellschaft nimmt zu. Unsere Lebenserwartung ebenfalls. Damit wird auch die Zahl derer steigen, die an Demenz erkranken. „Unsere Gesellschaft muss sich mit dem Thema „Demenz“ auseinandersetzen. Es ist unsere Pflicht, die richtigen Rahmenbedigungen für die Bürgerinnen und Bürger mit dem Krankheitsbild Demenz zu schaffen. Unser Ziel es dabei, den Menschen ein kleines Stückchen Angst vor einer Erkrankung zu nehmen“,  so Dirk Oßwald, Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent des Landkreises. Der Landkreis hat für einige Mitarbeiter, die in besonderem Maße mit älteren Menschen zu tun haben, eine Fortbildung zum Thema „Demenz – Was hat das mit mir und meiner Arbeit zu tun?“ angeboten.

 

Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gießener Kreisverwaltung haben das Angebot wahrgenommen. Gabriele Hösl-Brunner vom Oberhessischen Diakoniezentrum in Laubach hat die Leitung der internen Fortbildungsveranstaltung des Landkreises übernommen.
Sie wurde unterstütz von Dagmar Hinterlang, die aus der Sicht der Tochter einer demenzkranken Mutter berichtete. Mit individuellen Erfahrungen und Berichten aus dem Berufsalltag kamen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Wort.

 

Auf den persönlichen Berichten aufbauend, erläuterte Gabriele Hösl-Brunner Grundlagen zum Krankheitsbild, zur Diagnostik und zum Stand der medizinischen Forschung.
Abgerundet wurde die anschauliche Darstellung durch einen Film, der einen Demenzkranken selbst zu Wort kommen ließ. Ein Mann, keine 60 Jahre alt, bis zur Diagnose „Demenz“ selbstständiger Unternehmer, der nun seine kreativen Seiten entdeckt und versucht seine Krankheit anzunehmen. Dies ganz andere Bild eines demenziell Erkrankten machte sehr deutlich, dass die Diagnose „Demenz“ nicht das Ende eines „erfüllten“ Lebens bedeutet. Der Umgang des soziales Umfeldes mit dem Betroffenen spielt bei der persönlichen Veränderung des an Demenz erkrankten eine wichtige Rolle.

 

Die Fortbildung wurde initiiert von der Seniorenkommission des Landkreises. „Die Präsents von demenziell erkrankten Menschen im öffentlichen Raum wird zunehmen“ betont die Vorsitzende der Seniorenkommission, Angela Harsche.
„Sie werden nicht nur als Kunden im Einzelhandel oder im ÖPNV sichtbar, sondern auch als Antragsteller und Ratsuchende in  Verwaltungen“. Um das Personal für die Belange von Menschen mit Demenz zu sensibilisieren, hatte die Kommission sowohl dem Landkreis selbst als auch den Stadt- und Gemeindeverwaltungen empfohlen, ihr Personal entsprechend  zu schulen.