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Jugendbildungswerk stellt Programm gegen Rechtsextremismus vor

3- Säulen Modell geht an den Start – Fortbildung am 17. und 20. August

 

„Rechtsextremismus ist nicht nur in den umliegenden Landkreisen ein Thema – auch im Landkreis Gießen berichten Schülerinnen und Schüler immer wieder von rechten Sprüchen auf dem Schulhof und gewalttätigen Übergriffen gegen Andersdenkende oder Menschen, die nicht ins rechte Weltbild passen.“

 

Eine Erkenntnis aus der Praxis. Seit nunmehr einem Jahr bietet das Jugendbildungswerk in Schulen und Jugendräumen die Durchführung von Projekttagen zum Thema Rechtsextremismus an. An mehreren Schulen im Landkreis wurden diese bereits erfolgreich durchgeführt.

 

Überall wissen die Jugendlichen aus ihrer eigenen Lebenswelt von rechten Strukturen, Sprüchen oder Übergriffen zu erzählen. „Wir nehmen dies sehr ernst“, betont Dirk Oßwald, Jugenddezernent des Landkreises und Wiebke Dierkes, Jugendbildungsreferentin beim Landkreis fügt hinzu:

„Die rechte Szene ist aktiv, organisiert Freizeitaktivitäten und wirbt auf Schulhöfen und Dorffesten mit Erfolg junge Leute an. Dazu verändert und modernisiert sie stetig ihr Erscheinungsbild und versucht mit einer Rhetorik über „soziale Gerechtigkeit“ andere Milieus und neue Personengruppen zu erreichen.“

 

Dieser Entwicklung will das Jugendbildungswerk weiter entgegenwirken und aufklären. Dazu wurde ein 3-Säulen Modell entwickelt: „Neben den Projekttagen an Schulen und Jugendräumen werden Fortbildungen für Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit angeboten“, erklärte Dierkes.
Neu initiiert werden soll auch ein „Jugendnetz gegen Rechts“, in dem sich alle interessierten Jugendlichen organisieren können, die Lust haben sich in ihrer Freizeit intensiver mit dem Thema Rechtsextremismus zu beschäftigen. Der Startschuss hierfür fällt am 9. und 10. Oktober 2010 mit einem ersten Qualifikationswochenende.

 

Bereits am 17. und 20. August, jeweils von 10-13 Uhr findet unter dem Titel „Rätselraten Rechte Szene“ eine Fortbildungsveranstaltung statt. Diese Veranstaltung ist auch als Verlängerungsseminar der Juleica anerkannt.

 

Bei Interesse, Projekttage in einer Institution durchzuführen oder für die Anmeldung zur Fortbildung steht Wiebke Dierkes unter 0641 – 93909107 oder wiebke.dierkes@lkgi.de als Ansprechpartnerin zur Verfügung.