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400.000 Euro für Modellprojekt ´JUGEND STÄRKEN

Jugend Stärken

Bildunterschrift:
vl. Ingo Meyer, Mitarbeiter der Jugendwerkstatt Gießen e.V, Chald el-Saeidi, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Jugendwerkstatt Gießen e.V., Manuel Alhambra, Fachanleiter Fahrradwerkstatt, Elke Hopf, Koordinatorin des Programms `Schulverweigerer – Die 2.Chance´ bei der Jugendwerkstatt Gießen e.V., Wolfgang Balser, 1.Vorsitzender der Jugendwerkstatt Gießen e.V.  und Erster Kreisbeigeordneter, Sozial- und Jugenddezernent Dirk Oßwald anlässlich eines Informationsgespräches über das Programm 2. Chance in den Räumen der Fahrradwerkstatt bei der Jugendwerkstatt Gießen e.V.

Landkreis hat Bewilligungsbescheid aus Berlin erhalten – Oßwald: Koordination der Akteure wichtig -  36 Kommunen deutschlandweit beteiligt

 

Der Landkreis Gießen hat zur Förderung des Projektes „JUGEND STÄRKEN“ einen Bewilligungsbescheid über rund 400.000 Euro für den Zeitraum November 2010 bis Dezember 2013 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erhalten. Die Mittel werden dem Ministerium aus dem Budget des Europäischen Sozialfonds bereitgestellt. Das Modellprojekt „JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region“ des BMFSFJ hat das Ziel, ein passgenaues lückenloses Fördersystem für junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu schaffen. Im Focus stehen Jugendliche, die aufgrund sozialer Benachteiligungen und individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Diese jungen Menschen werden von den regulären Leistungsbereichen Schule, Ausbildung und Arbeitsförderung nicht erreicht.  Im Landkreis Gießen wird mit dem Budget beispielsweise  eine Vernetzung der bestehenden Projekte „Jugendmigrationsdienst“ und „Schulverweigerer – Die 2.Chance“ gefördert.

 

„Die Vernetzung der Akteure ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Projektes. Der Landkreis wird im nächsten Schritt eine Koordinierungsstelle einrichten, die zum einen die vorhandenen Angebote bündelt und zum anderen die Akteure wie Schulen, Arbeitsförderung und Jugendhilfe miteinander vernetzt“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete und Jugend- und Sozialdezernent Dirk Oßwald und fügte hinzu, dass er sich ausdrücklich bei Monika Neumeier, Geschäftsführerin der ZAUG gGmbH, bedanke, die die zuständige Fachabteilung des Landkreises Gießen bei der Antragsstellung intensiv  unterstützt habe.

 

Zielgruppe des Jugendmigrationsdienstes sind 12 bis 27 Jahre alte Migrantinnen und Migranten. Durch Gruppenangebote und Netzwerkarbeit mit Stellen und Personen, die für Integration relevant sind, wird eine individuelle Teilhabe an der Gesellschaft gefördert.
Das Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren, die ihren Schulabschluss durch aktive oder passive Schulverweigerung gefährden. Ziel des Programms ist es, diesen Jugendlichen in das Schulsystem zurückzuführen und ihre Chancen auf einen Schulabschluss zu verbessern.

 

„Der Landkreis Gießen hat die Bedürfnisse der benachteiligen Jugendlichen rechtzeitig erkannt. Wir haben früh begonnen, mit entsprechende Maßnahmen den jungen Menschen eine passgenaue Förderung zukommen lassen“, betonte Matthias Spangenberg, Fachdienst Förderung junger Menschen beim Landkreis Gießen.

 

An dem Modellprojekt nehmen bundesweit 36 Kommunen teil. Der Landkreis Gießen gehört neben dem Landkreis Groß-Gerau und den Städten Offenbach und Wiesbaden zu den einzigen hessischen Kommunen, die  für eine Beteiligung bundesweit ausgewählt wurden.
Infos zum Projekt gibt beim Landkreis Gießen, Fachbereich Jugend und Soziales, Matthias Spangenberg, Telefon 0641/ 9390-9468 oder matthias.spangenberg@lkgi.de