Dank und Ansporn für Katastrophenschützer
Bildunterschrift:
Landrätin Anita Schneider und Kreisbrandinspektor Mario Binsch (r.) gratulieren Thomas Schmitt (2.v.l.) und Michael Weber (beide Freiwillige Feuerwehr Linden/Großen-Linden) mit der bronzenen Katastrophenschutz-Medaille für zehn Jahre aktive Dienstzeit. Bild: Landkreis Gießen
Führungskräfte treffen sich zu Jahresrückblick – Auszeichnungen von Landrätin und Kreisbrandinspektor
Die Führungskräfte der im Katastrophenschutz tätigen Einheiten und Einrichtungen trafen sich zu einem Jahresrückblick in den Räumen des Technischen Hilfswerkes Gießen. Kreisbrandinspektor Mario Binsch begrüßte hierzu Landrätin Anita Schneider, Fachbereichsleiter Ulrich Monz und die stellvertretende Vorsitzende des Kreistages Claudia Zecher.
In ihrem Grußwort ging die Landrätin auf die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements speziell im Katastrophenschutz ein. Sie dankte den Führungskräften und besonders dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Marcus Leopold, der die Ausbildung des Katastrophenschutzstabes alle zwei Monate und die Übungen der Einheiten koordiniert. Auch den Verantwortlichen des Technischen Hilfswerks, Jens Schober und Dieter Leschhorn, dankte sie für die reibungslose Versorgung an diesem Abend. Zusammen mit Kreisbrandinspektor Mario Binsch nahm sie den Jahresrückblick zum Anlass, um neue Mitglieder in die Stäbe des Landkreises zu berufen. Außerdem wurden zwei Ehrungen vorgenommen. Mit der bronzenen Katastrophenschutz-Medaille für zehn Jahre aktive Dienstzeit wurden Thomas Schmitt und Michael Weber (beide FF Linden/Großen-Linden) ausgezeichnet.
In seinem Jahresrückblick zog Kreisbrandinspektor Mario Binsch, auch zuständig für den Katastrophenschutz im Landkreis und der Stadt Gießen, eine Bilanz über Einsätze, Übungen und Organisatorisches. So gab es Anfang Januar 2011 in einigen Teilen im Landkreis eine Hochwasserlage. Einheiten des Katastrophenschutzes waren im Einsatz. Diese wurden vornehmlich zum Befüllen von Sandsäcken in Heuchelheim eingesetzt. Die weiteren Großschadenslagen im Kreisgebiet waren ein Waldbrand in Gießen, ein Großbrand in der Pistorstraße, zwei Unfälle auf der A480 mit insgesamt 30 Verletzten, im Herbst zwei Unwetterlagen im Süd- und Nordkreis sowie eine Massenkarambolage auf der A5 mit einem toten Baby und 39 Verletzten.
An großen Übungen wurde Ende Januar eine Störfallübung bei der Firma Esso Roth, im Juni eine Waldbrandübung in Linden und im Oktober die große Katastrophenschutzübung in Lich durchgeführt. Außerdem unterstützten Kräfte des Katastrophenschutzes im April den Umzug der Uni-Klinik in den Neubau.
Im vergangenen Jahr wurde dem Landkreis Gießen ein Gerätewagen – Information und Kommunikation – vom Land Hessen übergeben. Auf diesem, mit modernster Technik ausgestattet Fahrzeug, beginnt nun die Ausbildung.
Für die Wasserrettung im Landkreis Gießen wurde eine Sicherstellungsvereinbarung mit dem Deutschen Roten Kreuz (Kreisverband Gießen), der DLRG Heuchelheim und der DRLG Kreisgruppe Gießen abgeschlossen. Weiterhin nahmen zwei Betreuungsstellen ihren Dienst auf. Diese werden vom Deutschen Roten-Kreuz besetzt.
Der Landkreis Gießen hat zu Jahresbeginn die ersten Aufträge zur Umstellung der Funktechnik auf die digitale Technik vergeben. So ist die Ergänzung der Hardware und die neue Software für den Einsatzleitrechner auf den Weg gebracht. Das Land Hessen plant die Einführung für das vierte Quartal. Dieses überlässt dem Landkreis Gießen außerdem ein Notstromaggregat für eventuelle Stromausfälle im Kreisgebiet. Der Landkreis Gießen beabsichtigt darüber hinaus, ein eigenes Notstromaggregat für die Absicherung der Kreisverwaltung zu beschaffen.









