Budget für Schuldnerberatung von Langzeitarbeitslosen erhöht
Oßwald: Schuldenabbau fördert Arbeitsmotivation – Diakonie und Caritas erhalten mehr Fördermittel – aufgestockte Kapazität verringert Wartezeiten
Der Landkreis Gießen hat das Budget für die Schuldnerberatung von Leistungsbeziehern nach dem Sozialbesetzbuch (SGB) II deutlich erhöht. Der Caritasverband Gießen e.V. und das Diakonische Werk Gießen, welche mit der Schuldnerberatung vom Landkreis beauftragt sind, haben zukünftig in ihrem Budget 25.000 Euro mehr zur Verfügung. „Die Motivation von Langzeitarbeitslosen mit einem großen Schuldenberg, einen Job aufzunehmen, ist mitunter nachhaltig beeinträchtigt. Wir wollen mit zusätzlichen Kapazitäten bei der Schuldnerberatung die Wartezeiten reduzieren und dazu beitragen, dass Schulden schneller abgebaut werden können“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dirk Oßwald.
Dem Landkreis Gießen stehen an Fördermitteln des Hessischen Arbeitsmarktprogramms „Passgenau in Arbeit (PiA)“ rund 420.000 Euro zur Verfügung, die vom Land Hessen sowie vom Europäischen Sozialfonds bereit gestellt werden. Das Budget für die Schuldnerberatung von Langzeitarbeitslosen ist jeweils von 75.000 auf 100.000 Euro für die zwei Gießener Einrichtungen erhöht worden. Somit wird fast die Hälfte der Fördermittel aus dem Programm PiA für die Schuldnerberatung aufgewendet.
„Die Erfahrungen der Fallmanager der Gesellschaft für Integration und Arbeit in Gießen (GIAG) zeigen, dass bei Schulden der Langzeitarbeitslosen die Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses zusätzlich erschwert wird. Deshalb soll bei der Schuldnerberatung ein Schwerpunkt bei der Verteilung der Fördermittel aus PiA gesetzt werden“, betonte Dirk Oßwald
Neben der Schuldnerberatung für Langzeitarbeitslose will der Landkreis Gießen mit den Fördermitteln aus PiA weitere Maßnahmen finanzieren, beispielsweise ein Wohnhilfebüro. Hier bekommen Bürgerinnen und Bürger Unterstützung bei der Suche nach einer bedarfsgerechteren Wohnung.
„Die Wiederherstellung von Arbeitsfähigkeit bei Menschen die momentan wegen Krankheit oder Behinderung erwerbsunfähig sind und deshalb Leistungen nach dem SGB XII beziehen, ist ein weiteres Projekt, das aus PiA Mitteln gefördert werden soll“, fügte Dirk Wentzel, Fachbereich Jugend und Soziales in der Gießener Kreisverwaltung hinzu.
Neben der Schuldnerberatung für Langzeitarbeitslose finanziert der Landkreis Gießen die allgemeine Schuldnerberatung für alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Wer Fragen zur Schuldnerberatung hat, kann sich an den Landkreis Gießen, Fachbereich Jugend und Soziales, Dirk Wentzel unter der Telefonnummer 0641/ 9390-9731 oder dirk.wentzel@lkgi.de wenden.








