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Landrat Marx übergibt neues Auto an Notärzte

Übergabe LNA-Fahrzeug
(Von links nach rechts): Wolfgang Bergenthum (Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Gießen), Josef Kraus (Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Laubach-Hungen), Werner Röhrich (Regionaldirektor der Volksbank Mittelhessen),: Dr. Holger Uhlich, Dr. Valesco Mann, Ulrich Zinn (Direktor der Sparkasse Grünberg), Dr. Klaus Döring, Dr. Simon Little, Landrat Willi Marx, Dr. Detlef Rupp (die Mediziner arbeiten hauptberuflich als Notärzte und ehrenamtlich für die Kreisbevölkerung als Leitende Notärzte); Horst Jeckel (Abteilung „Rettungsdienst“ der Kreisverwaltung Gießen) und Karl-Friedrich Salzmann (Prokurist beim DRK-Rettungsdienst „Mittelhessen“). Foto: Kreisverwaltung Gießen: Susanne Papendorf

Die Situation kennt jeder: Mit Blaulicht fahren Notärzte und Rettungswagen Richtung Einsatzort. Das kann ein Kaufhaus, eine Wohnung, eine Schule oder auch die Autobahn sein. Für ein Unglück jenseits menschlicher Phantasie, wie es beispielsweise bei Flugzeugabstürzen, Bahnunglücken oder Gefahrstoffunfällen passiert, ist der Landkreis Gießen jetzt gut gerüstet. Am Dienstag 14-04-2009) übergab Landrat Willi Marx am Notarzt-Standort im Gießener Universitätsklinikum (Leitung: Prof. Dr. Dr. Reinhard Schnettler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie) ein Einsatzfahrzeug an die Leitenden Notärzte des Landkreises Gießen. Marx betonte bei der Übergabe, dass sich die Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet sicher und im Notfall gut versorgt fühlen können.

 

Das Fahrzeug wurde aus dem Bestand des DRK Rettungsdienst Mittelhessen für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Ausgestattet mit Funk und Sondersignalanlage steht der Citroen C 5 nun künftig dem diensthabenden Leitenden Notarzt (LNA) des Landkreises Gießen zur Verfügung. Der Kaufpreis des gebrauchten Fahrzeuges beträgt rund 12 000 EUR.

 

Peter Wolf, Aufsichtsratsmitglied des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, hat sich besonders für dieses Fahrzeug engagiert. So kamen auf seine Initiative hin Unterstützungsbeiträge mehrerer Geldinstitute in Höhe von 9.500 EUR zusammen. Die Sparkasse Gießen, die Volksbank Mittelhessen, die Sparkasse Grünberg und die Sparkasse Laubach-Hungen waren als Sponsoren beteiligt. Der Differenzbetrag wurde vom Landkreis Gießen aufgewendet. Funk, Sondersignalanlage und Beschriftung wurde vom DRK Rettungsdienst Mittelhessen zur Verfügung gestellt.

 

Landrat Marx bedankte sich bei Markus Müller, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, und den Geldinstituten sehr herzlich für die Zuwendung. „Sie helfen uns damit, das Versorgungsniveau der Bevölkerung weiter zu verbessern“.

 

Die Technische Einsatzleitung (TEL) Rettungsdienst im Landkreis Gießen wurde am 1. Februar 1997 zur notfall-medizinischen Versorgung bei Großschadensereignissen und Katastrophen in Dienst gestellt.

 

 

Aufgaben des Leitenden Notarztes:


Leitung des medizinischen Einsatzes bei größeren Unglücksfällen, Feststellung eines Schadens aus medizinischer Sicht sowie Festlegung von Behandlungs- und Transportprioritäten, Beratung der Gesamt-Einsatzleitung in medizinischen Fragen; psychosoziale Betreuung Verletzter im Rahmen der Krisenintervention, Panikbekämpfung.

 

Unterstützung findet der Leitende Notarzt im Organisatorischen Leiter, der die Aufgabe des Führungsassistenten übernimmt und die Rettungsorganisationen vor Ort koordiniert. Für die oben genannten Aufgaben stehen im Kreis 14 Leitende Notärzte und zehn Organisatorische Leiter zur Verfügung. Damit wird eine 24-Stunden-Bereitschaft gewährleistet. Gleichzeitig arbeitet man eng mit der Einsatzleitung der Feuerwehren und der Polizei zusammen.

 

Alarmiert werden die Teams etwa zehn bis 15 mal im Jahr von der Zentralen Leitstelle des Landkreises Gießen, die ihren Sitz in der Gießener Steinstrasse inne hat.

 

Leitende Notärzte und Organisatorische Leiter nehmen die Rufbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr ehrenamtlich wahr.

 

Dieser ehrenamtlichen Leistung zum Wohle der Region und der gesamten Bevölkerung zollte Marx „gerade in der heutigen Zeit Respekt und Anerkennung“, denn nur mit der Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten durch Freiwillige lasse sich die Vielzahl von Aufgaben in einer Gebietskörperschaft heute noch zielorientiert und erfolgreich bewältigen.

 

“Das neue Einsatzfahrzeug wird ein seit Jahren gut funktionierendes System noch effizienter machen und die Rettungsorganisationen und Einsatzleitungen können nun noch schneller und effektiver beraten und unterstützt werden” erklärte Landrat Marx bei der Übergabe des Fahrzeuges. Der Dezernent für den Rettungsdienst sicherte dem Team um Dr. Detlef Rupp (Sprecher der Leitenden Notärzte im Landkreis Gießen) auch für die Zukunft seine volle Unterstützung bei deren Arbeit zu.