Hightechhygiene von Veterinäramt überprüft
Bildunterschrift:
v. l. Norbert Dehmer, Betriebsleiter Metzgerei Heinrich Stumpf, Kurt Becker, Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Dr. Bruno Scherm, Leiter der Hygienekontrolle, hauptamtlicher Kreisbeigeordneter, Dezernent für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Siegfried Fricke, Metzgermeister Holger Arnold
Foto: Kreisverwaltung
Der Gesundheitsdezernent des Landkreises Gießen Siegfried Fricke hat Mitarbeiter des Veterinäramtes, unter Leitung von Dr. Bruno Scherm, bei der Überprüfung der Metzgerei Heinrich Stumpf in Großen-Buseck begleitet.
Bevor mit der eigentlichen Kontrolle begonnen werden konnte, mussten die Kontrolleure erst aufwändige Schutzkleidung anlegen, was für den Zwei-Meter-Mann Fricke keine leichte Aufgabe war.
Der Zutritt zu den Hallen ist nur durch eine moderne Hygieneschleuse möglich. Erst nachdem Hände und Schuhsohlen automatisch desinfiziert wurden, öffnet sich die Schranke und gibt den Weg in die Großmetzgerei frei.
„Stumpf-Chef“ und Metzgermeister Holger Arnold führte die Lebensmittelkontrolleure gemeinsam mit dem Betriebsleiter Norbert Dehmer durch das Produktionsgebäude. Holger Arnold erläuterte die Unternehmensstrategie der Heinrich Stumpf GmbH: „Traditionelle Rezepturen, die den Anforderungen an ein zeitgemäßes Lebensmittel angepasst wurden und ein hohes Maß an Spezialisierung und Qualität.“ Umsatzstärkstes Produkt der Metzgerei ist eine geräucherte und luftgetrocknete Mettwurst mit Namen „Picnics“, die aber auch unter Eigenmarken produziert und im Lebensmitteleinzelhandel sowie im Discountsegment vertrieben wird.
„Unsere Picnics erreichen derzeit eine Größenordnung von bis zu 300.000 Päckchen pro Woche, mit einer jährlichen Zuwachsrate von gut 40 %.“ erläuterte Betriebsleiter Norbert Dehmer und fügt hinzu: „Wenn unsere neue Chili-Mettwurst genauso erfolgreich wird, werden wir um einen Anbau nicht herumkommen und uns erweitern müssen.“
Gesundheitsdezernent Fricke zeigte sich beeindruckt von der Technik, die ein hohes Maß an Hygiene gewährleistet. So wird im gesamten Gebäude ein Überdruck erzeugt, damit keine Bakterien über die Luft eindringen können. Die Rohstoffe, die für die Wurstproduktion verwendet werden, lassen sich detailliert zurückverfolgen. „Eine Verunreinigung der Wurst wirkt sich unmittelbar auf deren Haltbarkeit aus und bedeutet einen wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen. Die Gründe für die hohen Investitionen in Hightech Hygiene kann ich als Gesundheitsdezernent und auch Verbraucher natürlich nachvollziehen. Sie liegen ja auch im ureigenen Interesse der Firma.“ meint Fricke.
Der Leiter der Hygienekontrolle Dr. Bruno Scherm berichtete, dass das Veterinäramt bei den Unternehmern nicht nur als Kontrollbehörde gesehen wird. Man sei zudem Berater was aktuelle Hygienefragen anbelangt und konnte bereits beim Bau der modernen Produktionsstätte hilfreiche Tipps geben, die erfolgreich umgesetzt wurden und zu einer einwandfreien Sauberkeit geführt haben.
Jens Arnold, ebenfalls Geschäftsführer der Firma Stumpf, konnte Dr. Scherm nur zustimmen: „Der Austausch mit den Mitarbeitern des Veterinäramtes erfolgt auf einem fachlich sehr hohem Niveau. Die Berater der Behörde sind bei uns immer gerne gesehen.“








