Themenüberblick
Sie befinden sich hier: Home / Aktuelles / News

Abfallmenge von Stadt und Landkreis schwindet stetig

Im Vergleich zu 2004 drastischer Rückgang der Abfallmengen im Landkreis Gießen. Bürger trennen bewusster den Müll.

 

Die Abfallmenge im Landkreis Gießen ist seit 2004 enorm gesunken. Dies ging aus einem aktuellen Bericht des Statistischen Landesamtes Hessen über das Aufkommen häuslicher Siedlungsabfälle in Hessen des Jahres 2008 hervor. Als wesentlichen Grund dafür nannte der Erste Kreisbeigeordnete und Abfallwirtschaftsdezernet Dirk Oßwald eine umfassende Änderung im Gebührensystem der Abfallwirtschaft des Landkreises Gießen in den Jahren 2004 und 2005.

So hatten die Müllabfuhrunternehmen im Landkreis Gießen 35 kg pro Einwohner weniger einzusammeln als noch 2004. Im Ranking in der Abfallstatistik der 29 Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen befindet sich der Landkreis Giessen auf Platz neun. Die Menge sämtlicher Abfälle aus Privathaushalten, wie Hausmüll, Bioabfälle, Wertstoffe oder sonstige Abfälle, betrug im Jahr 2008 insgesamt 113 893 Tonnen, konkret etwa 10 000 Tonnen weniger als noch 2004 entsorgt oder wiederverwertet wurden. „Auf die einzelnen Abfallarten bedeutet dies, dass im Bereich Sperrmüll unser Heimatlandkreis hessenweit unter den Top Ten auf Platz vier rangiert“, erklärte Oßwald. Auch im Bereich des reinen Hausmülls wurden mehr als 12 000 Tonnen eingespart.


Die Zahl der organischen Abfallstoffe der Haushalte im Landkreis beläuft sich auf knapp 37 600 Tonnen. Zudem wurden im Vergleich zu 2004 mehr Wertstoffe, also Altholz und Altmetall, eingesammelt und wiederverwendet. „Auch das ist ein positives Ergebnis des neuen Gebührensystems mit höheren Trennungsquoten als früher“, so Oßwald. Grundsätzlich kann man anhand der Abfalldaten sagen, dass die Bürger im Landkreis Gießen bewusster den täglichen Müll trennen. Bei Unsicherheiten, wie der Abfall letztlich getrennt werden soll, bietet die Kreisverwaltung auf ihrer Homepage ein sogenanntes „Abfall ABC“, das Unklarheiten klären soll. Mehr Informationen zu diesem Dienst erhält man unter: www.lkgi.de.