Ausbildungskoordinatoren helfen ab Mai wieder jungen Menschen im Kreis
Wiesbaden sagt Förderung nach zwei Jahren Unterbrechung zu – ZAUG, Städte und Gemeinden, GIAG und Landkreis beteiligen sich gemeinsam – Sozialdezernent Oßwald froh über Fortbestand erfolgreicher Arbeit in den Teilräumen des Landkreises
Ab Mai soll es wieder Ausbildungskoordinatoren in den Teilräumen West, Nord und Ost des Landkreises und in der Nordstadt Gießen geben. Das teilte Jugend- und Sozialdezernent Dirk Oßwald (FW) am Mittwoch Abend dem Sozialausschuss des Kreistages mit.
Nachdem das Land Hessen nach zweijähriger Unterbrechung die Mitfinanzierung kürzlich wieder zugesagt hatte, steht das Finanzierungsmodell. Danach beteiligt sich auch der Landkreis ab Mai 2010 am Projekt ´Ausbildungskoordinatoren´ des Zentrums für Arbeit und Umwelt (ZAUG) mit jährlich 36.500 Euro. Weitere Projektpartner unter Federführung der ZAUG sind neben der Gesellschaft für Integration und Arbeit (GIAG) die Kommunen Biebertal, Wettenberg, Heuchelheim, Lollar, Staufenberg, Grünberg, Hungen, Laubach, Lich und die Stadt Gießen.
„Ziele der Ausbildungskoordinatoren in dem interkommunalen Projekt sind, die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen zu erhöhen sowie die Ausbildungsmöglichkeiten von erwerbslosen Jugendlichen zu verbessern“, so der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dirk Oßwald.
Bis 2008 waren vier Ausbildungskoordinatoren in den drei Teilräumen und der Nordstadt tätig und konnten durch örtlich vernetztes Arbeiten mit Schulen, Betrieben, den Kommunen und Partner wie der Bundesagentur für Arbeit, der GIAG und dem Kreis deutlich messbare Erfolge bei der Suche von Ausbildungsplätzen besonders für Jugendliche mit Problemen erzielen. „An dieses Erfolgsmodell unter der Federführung von ZAUG wollen wir jetzt wieder anknüpfen“, machte Oßwald abschließend deutlich, der ZAUG-Geschäftsführerin Monika Neumaier ausdrücklich für deren unnachgiebiges Engagement beim Land Hessen in Sachen finanzielle Förderung dankte.
Die Förderung des Vorgängerprojektes ´Ausbildungslotsen im Landkreis Gießen´ durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) ist im Jahr 2008 ausgelaufen. Auf Grund der großen Erfolgsbilanz bemüht sich die Geschäftsführung der ZAUG um direkte Anschlussförderung. „Wir mussten seit 2008 viel Überzeugungsarbeit leisten und Durchhaltevermögen beweisen.
Jetzt haben wir nach vier gestellten Anträgen die mündliche Zusage aus Wiesbaden für eine finanzielle Unterstützung ab 01. Mai 2010 erhalten“, erklärte Monika Neumeier, Geschäftsführerin der ZAUG. Die Finanzierung der Ausbildungskoordinatoren für den Zeitraum von 2010 bis 2013 erfolgt neben dem Beitrag des Landkreises durch das HMWVL mit einem Betrag in Höhe von 33,33 Prozent der Projektkosten. Die GIAG beteiligt sich mit 1.250 Euro im Monat für jeden der drei Koordinatoren. Die beteiligten Städte und Gemeinden unterstützen das Projekt mit einem Gesamtbetrag von rund 1.900 Euro jährlich.
Ausbildungskoordinatoren bieten für junge Menschen Sprechstunden in den Städten und Gemeinden des Landkreises an. Die Kernzielgruppe sind junge Harz IV Bezieher, Jugendliche die noch nicht von der Arbeitsagentur erfasst sind sowie junge Frauen mit Migrationshintergrund. Die Bedarfsermittlung und der Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern ist der zweite Aufgabenschwerpunkt der Ausbildungskoordinatoren.
„Als Projektziel ist festgelegt, jährlich fünfzehn bis zwanzig erwerbslosen, jungen Bürgerinnen und Bürger des Landkreises bis 25 Jahren einen Ausbildungsplatz zu vermitteln und somit eine berufliche Perspektive zu bieten“, betonte Dirk Oßwald abschließend.








