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Landrätin Anita Schneider sieht ZAUG gGmbH bei der Erschließung neuer Zukunftsfelder auf dem richtigen Weg

Bei ihrem ersten offiziellen Besuch in der ZAUG gGmbH erörterte Landrätin Anita Schneider mit den dortigen Fachleuten und der Geschäftsführung Monika Neumeier u. a. das Thema „Zukunft der Kommunalen Beschäftigungspolitik“.
In diesem Zusammenhang begrüßt sie, dass ZAUG derzeit neue Wege konzipiert, um gerade in den zukunftsfähigen Arbeits- und Beschäftigungsfelder Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote zu entwickeln. Hierzu zählt das derzeit in Planung befindliche Engagement der Gesellschaft auf dem Qualifizierungsfeld „Erneuerbare Energien“ mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Diesen Bereich konzipiert ZAUG derzeit mit einem Partnerunternehmen aus der Region und unter Beachtung des Zukunftsbedarfs der Region.
Ein weiteres auf den Zukunftsbedarf der Region ausgerichtetes Projekt ist das Projekt „Gemeinsam gegen Fachkräftemangel in der Region“. Hier werden die nächste Bausteine in der Fachbeiratssitzung im März erarbeitet.

 

Dieses richtige Engagement von ZAUG zeigt für Schneider sehr klar, dass die Diskussion um die zukünftige kommunale Arbeits- und Beschäftigungspolitik nicht mit der Diskussion um die Neuaufstellung der Gesellschaft für Integration in Gießen (GIAG) enden kann. 
Kommunale Beschäftigungspolitik ist weit mehr und hierzu haben wir in Stadt und Landkreis über viele Jahre gute Strukturen aufgebaut. Hierzu gehöre auch neben anderen Beschäftigungsträgern die ZAUG gGmbH.


Zu erwähnen in diesem Zusammenhang ist die Zusammenarbeit und Vernetzung in den Teilräumen am Beispiel der Ausbildungskoordinatoren.
Weiterhin konnten sich  325 Personen im Januar 2010 bei der ZAUG eine berufliche Perspektive erarbeiten. Davon kommen 137 aus der Stadt und 188 aus dem Landkreis Gießen.
Ebenso bietet der Giessener Weg ein besonderes Angebot der Nachqualifizierung für erwerbslose Männer und Frauen im Landkreis im Alter zwischen 27 und 45 Jahren, welche Arbeitslosengeld beziehen. Schneider ist überzeugt, dass dieses Angebot ausgebaut werden muss, insbesondere um den Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken.
ZAUG bildet zudem 122 Auszubildende nach dem Programm „Ausbildung statt Arbeitslosengeld II“ und 33 junge Leuten in dem Programm „Ausbildung in der Migration“ in den eigenen Zweckbetrieben aus.
Zusätzlich werden 25 junge Menschen, in Kooperationsbetrieben der heimischen Wirtschaft,  als Auszubildende von der ZAUG berufspädagogisch begleitet und gemeinsam zu einem Berufsabschluss gebracht.
Somit ist ZAUG mit 180 Auszubildenden in 3 Lehrjahren der größte Ausbildungsbetrieb in Mittelhessen.
Schneider  ist zudem erfreut, dass durch die aktuelle Diskussion auf Bundes- und Landesebene nun die Option einer Verfassungsänderung in greifbare Nähe rückt. Damit eröffne sich die Chance die  mittlerweile bewährte gemeinsame Aufgabenwahrnehmung bei der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt durch die Bundesagentur für Arbeit und den Landkreis abzusichern und die Arbeit der Optionskommunen auf eine verfassungsrechtlich sichere Grundlage zu stellen.


Man müsse aber nun auch die Chance nutzen, im Zuge der Grundgesetzänderung das Modell der ARGE weiterzuentwickeln. Hierzu zählt für Schneider auch, dass eine Behörde mit rund 250 Beschäftigten zu Personalfragen entscheiden kann. Dies ist zurzeit nicht der Fall, da die Beschäftigten der GIAG derzeit unterschiedliche Arbeitgeber haben.  Aber auch die derzeitige enge Reglementierung im Bereich der Arbeitsgelegenheiten gehört nach Ansicht von Schneider auf den Prüfstand. Ebenso muss der Einfluss der Kommunen auf die Arbeits- und Beschäftigungspolitik der ARGEN gestärkt werden.