Landrätin Schneider: Schließung des Ausbildungsrestaurants ist eine operative Entscheidung der Geschäftsführerin der Zaug gGmbH gewesen – überdenken der Entscheidung in einer Gesellschafterversammlung möglich
Landrätin Schneider zeigt sich etwas überrascht über die aufgeregte Diskussion, die CDU-Fraktion und FDP-Fraktion zur Schließung des Ausbildungsrestaurants „Am Park“ in Lich angestoßen haben.
Wie in dieser Diskussion zu Recht angemerkt wurde, ist die mögliche Schließung dieses Ausbildungsrestaurants keine neue Diskussion, sondern bereits vor 2 Jahren erörtert worden. Schon zu diesem Zeitpunkt waren aufgrund der Ertragssituation im Gastronomiebereich verschiedene Perspektiven zum Erhalt des Ausbildungsrestaurants im Gespräch. Nun habe sich, wie bereits berichtet, und auch allen Beteiligten durch die Geschäftsführung mitgeteilt, eine Situation ergeben, die die Ertragssituation weiter verschlechtert.
So dürfen ab dem 1. Februar keine Arbeitsgelegenheiten – sogenannte Ein-Euro-Jobber – in den Bereichen Ausbildungsrestaurants und Gebäudereinigung eingesetzt werden. Arbeitsgelegenheiten müssen seitdem nachweislich zusätzlich, gemeinnützig und wettbewerbsneutral sein. Damit können 8 Plätze im Ausbildungsrestaurant nicht mehr belegt werden. Die vorgelegte Unbedenklichkeitsbescheinigung des Hotel- und Gaststättenverband Gießen-Gleiberger Land reichte nicht aus, um die Arbeitsgelegenheiten für den Ausbildungsbetrieb zu erhalten.
Dies hat auch finanzielle Auswirkungen auf den Betrieb des Ausbildungsrestaurants. Die Geschäftsführung der Zaug gGmbH prognostiziert erhebliche Verluste für das Jahr 2010 und 2011. Insofern ist die Entscheidung der Geschäftsführung zur Schließung des Ausbildungsrestaurants eine rein operative Entscheidung der Geschäftsführung gewesen.
„Sicherlich“, so räumt Schneider ein, „wäre es in dieser Angelegenheit wünschenswert gewesen, wenn die Geschäftsführung nicht nur schriftlich die Gesellschafter über die Entscheidung informiert hätte, sondern im Rahmen einer Gesellschafterversammlung. An dieser Stelle nehme ich die Kritik an und werde für die Zukunft eine bessere Abstimmung garantieren“. Zudem werde sie den Gesellschaften die Möglichkeit einräumen, die Entscheidung der Geschäftsführung zu erörtern.








